Wer Global Mobility hört, denk häufig zunächst an große Unternehmen mit duzenden von Mitarbeitern in vielen verschiedenen Ländern. Und auch wenn dieser Gedanke natürlich nicht ganz falsch ist, erstreckt sich das Potential von Global Mobility und seine Auswirkungen noch viel weiter. Deshalb möchte ich Ihnen hier aufzeigen, warum vor allem Startups von einer vorausschauenden Planung im Bereich Global Mobility profitieren können.

4 gute Gründe für Startups, sich mit dem Thema Global Mobility auseinander zu setzen:

Internationale Tätigkeit
Gerade heute, in immer internationaler werdenden Märkten, sind Gründer oftmals bereits von Beginn an auch über die Landesgrenzen hinweg tätig. Worüber sich viele von ihnen nicht im Klaren sind – bereits hier entstehen Themen aus dem Bereich Global Mobility, mit denen sich die Neu-Unternehmer auseinandersetzen sollten. Egal ob A1-Bescheinigung, Meldepflichten oder steuerliche Folgen, auch Startups sollten sich der Gefahr von Compliance Risiken im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit nicht aussetzen.

(Weit)Blick in die Zukunft

Selbst Unternehmen, die zu Beginn ihrer Geschäftstätigkeit ausschließlich national oder sogar regional tätig sind werden, bei wunschgemäßem Wachstum, irgendwann vor der Entscheidung stehen, ihre Geschäftsbeziehungen auch über die Grenzen Deutschlands hinweg auszuweiten. Leider ergibt es gerade bei Neugründungen mit starkem Wachstum oftmals das Problem, dass der Ausbau der Strukturen im Unternehmen mit dem Wachstum der Geschäftstätigkeit nicht Schritthalten kann. Die Ursache liegt oft in fehlendem Problembewusstsein und Weitblick in der Gründungsphase, die Folgen können immens sein. Strukturelle Schwächen können zu nicht nur zu ungeklärten Kompetenzfragen, ineffizienten Abläufen und im schlimmsten Fall Ungleichbehandlung von Mitarbeitern führen, vor allem finanzielle und Haftungsrisiken aufgrund fehlender Prozesse und Verstößen gegen rechtliche Anforderungen können zur existenziellen Bedrohung werden. Daher sollte bereits von Beginn an auch in Bereichen geplant werden, die zunächst wenig Bedeutsam erscheinen – so auch im Bereich internationaler Mitarbeitereinsatz.

Ausländische Expertise
Wer ein Unternehmen gründet, wird ab einem gewissen Punkt auf Hilfe von Außen angewiesen sein. Hierbei gibt es natürlich eine Vielzahl von Fragestellungen, die sich durch lokale Experten lösen oder beantworten lassen. Spätestens jedoch, wenn die Geschäftstätigkeit auch über die Landesgrenzen hinweg ausgebaut wird (sofern sie nicht schon von Anfang an hierauf ausgerichtet ist), kann sich auch der Bedarf nach ausländischer Expertise ergeben. Sei es bei der Eröffnung einer Zweigstelle, der Suche nach Vertriebspartnern im Ausland oder der Einstellung/Anwerbung günstiger Arbeitskraft aus dem Ausland, das Thema Global Mobility tritt ab diesem Zeitpunkt unweigerlich mit auf den Plan. Wer hier gut bearten ist, sorgt schon Beginn an für Sicherheit beim Aufbau seiner Geschäftstätigkeit.

Finanzen und Budget
Bei Startups ist das Ausmaß der internationalen Tätigkeit oft begrenzt, da es sich nur um wenige Mitarbeiter oder Themen handelt. Insofern besteht die Möglichkeit, zunächst mit der Implementierung von grundsätzlichen Prozessen, Richtlinien und Verträgen zu beginnen, was den finanziellen Aufwand wesentlich geringer hält. Dennoch können diese meist auch für die Zukunft als Grundlage genutzt und beliebig erweitert werden, sollte sich der Bedarf eines Tages mit wachsender Geschäftstätigkeit erhöhen.